Sturm Xavier: Mehr als 300 Einsätze in der Prignitz

11.10.2017

Landrat bedankt sich bei Einsatzkräften und freiwilligen Helfern

Hunderte Bäume entwurzelte Sturm Xavier auch in der Prignitz. Umsichtig und schnell reagierten Einsatzkräfte und Bürger – wie hier in Perleberg, um die ersten Schäden zu beseitigen. Foto: LK Prignitzzoom

Auch in der Prignitz hat der Herbststurm Xavier deutlich sichtbare Spuren hinterlassen. „Das Schadensausmaß ist wesentlich höher zu bewerten als bei Kyrill vor zehn Jahren“, zieht Erich Schlotthauer vom Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Prignitz eine erste Bilanz. Mit der angekündigten drohenden Unwetterlage am 5. Oktober setzte sich der Sachbereich rechtzeitig auseinander und bildete unmittelbar eine operative Gruppe mit Vertretern von Polizei und Rettungsdienst, um auf alle Belange direkt  schnell regieren zu können.

Die heftigen und kurzen Windböen erfassten den gesamten Kreis. Mehr als 100 Feuerwehren der Prignitz waren im Einsatz. Sie wurden zu mehr als 300 Sturmeinsätzen gerufen. Die bei Karstädt und Glöwen liegen gebliebenen Züge mit insgesamt 140 Reisenden wurden operativ vom Stab gemeinsam mit dem THW und dem DRK betreut. Stromausfälle mit längeren Abschaltzeiten gab es vor allem im südlichen Teil der Prignitz, der am heftigsten vom Sturm Xavier betroffen war. Zwischen Sigrön und Grube wurde ein Notarzt-Fahrzeug von fallenden und entwurzelten Bäumen eingekeilt. „Wir hatten großes Glück, dass nichts Schlimmeres passiert ist, sprich Menschen verletzt wurden“, so Schlotthauer.

„Die Kameraden im Ehrenamt, die Feuerwehren, das THW, das DRK und viele Bürger  haben sehr schnell und umsichtig reagiert“, bedankt sich Landrat Torsten Uhe ausdrücklich bei allen freiwilligen Helfern, Institutionen und Vereinen. Durch ihren uneigennützigen Einsatz haben sie das Schadensausmaß in Grenzen gehalten und gerade zur Feierabendzeit viele Straßen in kurzer Zeit wieder passierbar gemacht, damit Kinder sicher aus den Einrichtungen abgeholt und Familien den Umständen entsprechend gefahrlos nach Hause gelangten. „Dafür möchte ich mich ganz herzlich bei allen Einsatzkräften und Bürgern bedanken“, so Torsten Uhe.

© Landkreis Prignitz 


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