Nicht wiederzuerkennen

07.02.2018

Landrat begeistert von der Alten Tuchfabrik im neuen Gewand

Einen schönen Ausblick über die Dächer der Dömnitzstadt genießen Landrat Torsten Uhe, Bürgermeister Ronald Thiel und Dietmar Sachs von der Stadtverwaltung  (v.r.) von der neuen Aussichtsplattform, die jetzt zur Museumsfabrik gehört und für Besucher zugänglich ist. Foto: Landkreis Prignitzzoom

„Alle Achtung, die Tuchfabrik ist nicht wiederzuerkennen“, ist Landrat Torsten Uhe schon beim ersten Eindruck von dem sanierten Backsteingebäude überwältigt. Bei seinem letzten Besuch stand er noch mit Bauhelm im Innenhof zwischen Bauschuttbergen und Gerüsten. Bürgermeister Ronald Thiel zeigt ihm gern das neue Schmuckstück der Dömnitzstadt.

2011 liefen die ersten Gespräche zur Entwicklung der Hinterlassenschaften der alten Tuchfabrik, in der von 1952 bis 1993 der Rat des Kreises bzw. die Kreisverwaltung Pritzwalk untergebracht war. Danach stand das Gemäuer jahrelang verwaist. Stadt, Landkreis und vor allem die Untere Denkmalbehörde rangen um ein machbares Konzept, um das stadtbildprägende Ensemble,  mit dessen Bau 1858 die Industrialisierung Pritzwalks eingeleitet wurde, wieder zu beleben.

Und das ist beispielhaft gelungen, wovon sich Landrat Torsten Uhe überzeugen konnte.

Mittlerweile hielt die Bildungsgesellschaft mbH Pritzwalk Einzug in ihren sanierten  Gebäudekomplex und 30 moderne Wohnungen entstanden, die bis auf zwei Quartiere alle vermietet sind.  Am Sonntag, 11. Februar, wird der museale Teil des Tuchfabrikensembles mit der Eröffnung einer Ausstellung des Malers Johannes Heisig seiner Bestimmung übergeben. Gleichzeitig übernimmt die Gesellschaft für Heimatgeschichte Pritzwalk und Umgebung die Trägerschaft über die „Museumsfabrik Pritzwalk“, so die neue Bezeichnung. „Glückwunsch zu diesem Namen“, ist Uhe begeistert, wohl ahnend, dass in diesem Projekt noch ganz viele gute Ideen geboren und umgesetzt werden. Bei einem Rundgang verstärkt sich sein guter Eindruck, dass sich in der Tuchfabrik von einst Altes mit Modernem sehr klug und vorteilhaft verbunden hat. Großen Anteil daran hat neben dem Berliner Architektenbüro vor allem der Denkmalschutz aus seinem Hause. Es galt, die historische Bausubstanz mit den zeitgemäßen Anforderungen in Einklang zu bringen. Neu sind insbesondere die Gestaltung des Innenraumes und der Anbau auf der Hofseite. Dieser beherbergt Terrassen für einen Teil der Wohnungen und das Café des Museums. Gelungene Kompromisse zeigen sich neben der Beleuchtung oder den Säulen auch in der Verwendung der ehemaligen Brücke. Sie wird jetzt nicht mehr im Innenhof, sondern als Verbindung zwischen Museumsfabrik und Museumsteil auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei über die Dömnitz ihre Verwendung finden.

Die Eröffnung der Ausstellung "Klimawechsel" von Johannes Heisig gemeinsam mit den Kunstfreunden Pritzwalk erfolgt am Sonntag, 11. Februar, 15 Uhr, in der Museumsfabrik, Meyenburger Tor 3a.

© Landkreis Prignitz 


Berliner Str. 49 -  19348 Perleberg -  Telefon: 03876 - 713-0  -   Fax: 03876 - 713-214
Seitenmotiv