Coronavirus - Informationen zu den Impfungen

Brandenburg impft: Impfangebot wird ausgeweitet

      Brandenburg weitet die Impfkampagne aus. Vor dem Hintergrund eingetroffener und angekündigter Lieferungen von Impfstoffen der Hersteller BioNTech, Moderna und AstraZeneca können ab dieser Woche mehr Brandenburgerinnen und Brandenburger einen Impftermin vereinbaren. Darüber informierte das Gesundheitsministerium gemeinsam mit den Projektpartnern, der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) und dem DRK-Landesverband Brandenburg e.V., am heutigen Montag (22.01.). Die Umsetzung ist abhängig von den tatsächlich gelieferten Impfdosen.
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Alle über 80-Jährigen werden mit einem Brief über Impfangebot informiert
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Personen im Alter bis 64 mit sehr hohem oder hohem Risiko können Impftermine vereinbaren
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Ersatztermine für rund 9.000 über 80-Jährigen vereinbart
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Möglichkeit der Online-Terminvergabe wird vorbereitet
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Modellvorhaben „Impfungen in Arztpraxen“ startet

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher: „Mit den Lieferzusagen der Impfstoffhersteller können wir beim Impfen wieder deutlich Fahrt aufnehmen. Es ist eine sehr gute Nachricht, dass wir jetzt Personen im Alter bis 64, die aufgrund von schweren Vorerkrankungen oder Behinderungen ein besonders hohes Risiko haben und, ein Impfangebot machen können. Ich erwarte, dass die Corona-Schutzimpfungen schon bald in Arztpraxen und auch bei Hausbesuchen der Vertragsärzte regelhaft erfolgen können. Dazu muss das Bundesgesundheitsministerium die Corona- Impfverordnung entsprechend anpassen. Das gilt auch für Impfungen von Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrerinnen und Lehrer. Sobald sie in der Priorisierung vorgezogen werden, können auch sie ein Impfangebot erhalten. Die Lage bei der Umsetzung der Nationalen Impfstrategie ist sehr dynamisch. Die Impfkapazitäten mit den vier Säulen Impfzentren und Impfstellen, mobile Impfteams, Krankenhäuser und niedergelassene Ärzteschaft bauen wir weiter aus, damit wir den Impfstoff, der uns zur Verfügung steht, schnellstmöglich auch verimpfen.“

Holger Rostek, stellvertretender Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB): „Wir können ab dieser Woche mehr Menschen ein Impfangebot machen. Für die Terminvermittlung bedeutet dies, dass wir neben der 116 117 mehrgleisig fahren, mit Einladungsschreiben und Sonderrufnummern. Die bundesweite Online-Lösung zur Buchung muss auf die Ausweitung auf die zweite Stufe sowie auf aktuelle Änderungen der Impfverordnung schnell angepasst werden. Sollte es bei der Terminbuchung in den kommenden Tagen daher zwischenzeitlich zu Wartezeiten kommen, bitten wir dies zu entschuldigen und um etwas Geduld bis das Online Tool auf Bundesebene kurzfristig an die neue Impfverordnung angepasst wurde.“

Hubertus C. Diemer, Vorsitzender des Vorstandes des DRK-Landesverbandes Brandenburg: „Menschen, die in Einrichtungen der Eingliederungshilfe, in Tagespflegen und in ambulant betreuten Wohnformen leben, sind mit einem ebenso hohen Infektionsrisiko sowie dem Risiko schwerer Krankheitsverläufe konfrontiert wie Menschen, die in vollstationären Pflegeeinrichtungen leben. Wir sind deshalb sehr froh, dass wir mit den mobilen Impfteams jetzt auch Menschen aus dieser Priorisierungsstufe ein Impfangebot machen können und ihnen so den bestmöglichen Schutz vor einer Erkrankung ermöglichen.“

Übersicht: Brandenburg weitet Impfangebot aus

Alle über 80-Jährigen Brandenburgerinnen und Brandenburger werden mit einem Brief über ihr Impfangebot informiert. Sie werden jahrgangsweise in den nächsten Wochen persönlich angeschrieben und erhalten eine Sonderrufnummer, mit der sie ihre Termine individuell vereinbaren können. Die ersten Briefe an die ältesten noch nicht geimpften Bürgerinnen und Bürger werden Ende dieser Woche versendet. Hierzu wird auf die Daten der Einwohnermeldeämter zurückgegriffen. In dem Schreiben wird eine spezielle Sonderrufnummer zur individuellen Terminvereinbarung mitgeteilt.

Alle Personen, bei denen aufgrund einer schweren Vorerkrankung oder Behinderung sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS CoV-2 besteht (Paragraph 3 Absatz 1 Nummer 2 Corona-Impfverordnung), können über einer Sonderrufnummer ihren Impftermin in einem Impfzentrum vereinbaren. Sie benötigen als Nachweis für die Impfberechtigung ein ärztliches Zeugnis von einem Arzt bzw. einer Ärztin. Die Details werden am heutigen Montagnachmittag auf dem Portal www.brandenburg-impft.de veröffentlicht.

Von den rund 9.000 Brandenburgerinnen und Brandenburger, die Mitte Januar bereits einen Impftermin in der 4. und 5. Kalenderwoche hatten, der aber aufgrund von unerwarteten Impfstoff-Lieferschwierigkeiten leider kurzfristig abgesagt werden musste, haben bereits rund 85 Prozent neue Impftermine. Allen, die telefonisch nicht erreicht werden konnten, wird ein Termin generiert und per Post zugesandt.

Alle Beschäftigten, die unter 65 Jahre alt sind und zur ersten Stufe mit höchster Priorität gehören, können weiter über eine Sonderrufnummer ihre Termine für eine Impfung in einem Impfzentrum vereinbaren. Dazu gehören zum Beispiel Pflegepersonal in der ambulanten und stationären Altenpflege, Personal in medizinischen Einrichtungen mit besonders hohem Ansteckungsrisiko sowie Personal, das in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandelt, betreut oder pflegt, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht. Dies benötigen eine Arbeitgeberbescheinigung. Krankenhausbeschäftigte können in den Krankenhäusern geimpft werden.

Sobald das Bundesgesundheitsministerium die Corona-Impfverordnung überarbeitet und die zentrale Online-Buchungs-Plattform www.impfterminservice.de entsprechend aktualisiert wurde, können auch im Land Brandenburg Impfberechtigte via Internet ihre Impftermine buchen. Das wird voraussichtlich ab Ende dieser Woche möglich sein. Die Plattform wird im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und des Bundesgesundheitsministeriums von der kv.digital GmbH entwickelt. Da es sich um eine bundesweite Online-Lösung handelt, ist eine passgenaue, spezifische Anpassung für das Land Brandenburg leider nicht möglich. Geplant ist, täglich ein begrenztes Kontingent an freien Terminen für die Online-Buchung zur Verfügung zu stellen. Damit wird die Terminvergabe ergänzt.

Modellvorhaben „Impfungen in Arztpraxen“ startet: Die KVBB wird Anfang März zunächst mit 5 Arztpraxen starten, in denen das Modellvorhaben „Impfen in Arztpraxen“ etabliert wird. Die Zahl der Praxen soll im März auf rund 50 erweitert werden. Damit werden die Forderung der KVBB und der Beschluss des Brandenburger Impfgipfels vom 18. Februar umgesetzt. Von diesen Impfungen profitieren vor allem Personen mit schweren Erkrankungen oder Behinderungen, bei denen ein sehr hohes, hohes oder erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht. Sie benötigen als Nachweis für die Impfberechtigung ein entsprechendes ärztliches Zeugnis. Damit Corona-Schutzimpfungen in Arztpraxen sowie bei ärztlichen Hausbesuchen regelhaft durchgeführt werden können, muss das Bundesgesundheitsministerium die Corona-Impfverordnung ändern.

Mobile Impfungen in Pflegeeinrichtungen: Die Erstimpfungen in allen 341 vollstationäre Senioren- und Altenpflegeheime werden in der ersten März-Woche abgeschlossen sein. Es ist geplant, dass anschließend mobile Impfteams auch Bewohnerinnen und Bewohner in Einrichtungen der Eingliederungshilfe, in teilstationären Einrichtungen, der Tagespflege und der ambulant betreuten Wohnformen für Ältere impfen.

Übersicht: Impfangebote im Land Brandenburg

Wer

Impfstoff

Terminvereinbarung

Personen, über 80 Jahren, deren Termine umgebucht werden mussten (rund 9.000 Personen)

Biontech/Pfizer

Aktive Ansprache über Call Center, rund 85 Prozent der Termine wurden bereits vereinbart. Konnte jemand nicht erreicht werden, wird ein Termin generiert und per Post zugesandt.

Weitere Personen über 80 Jahren

Biontech/Pfizer, Moderna

Personen erhalten jahrgangsweise, beginnend mit den über 90-jährigen, ein Impfangebot per Post und können über eine Sonderrufnummer einen Termin buchen. Die Erstimpfungen für diese Personen starten ab 8 März in den Impfzentren.

Mobiles Impfen

Biontech/Pfizer, Moderna

Nach Abschluss der Impfungen in den vollstationären Einrichtungen starten Impfungen in alternativen Wohnformen der Pflege.

Beschäftigte in Krankenhäusern und Reha-Kliniken

AstraZeneca

Krankenhausbeschäftige werden in Krankenhäusern geimpft.

Personen unter 65 mit Vorerkrankung oder Behinderung gemäß zweiter Stufe mit hoher Priorität laut Impfverordnung

AstraZeneca

Voraussetzung ist ein ärztliches Zeugnis über die Erkrankung nach Paragraph 3 Absatz 1 Nummer 2 Buchstabe a bis i.
Ende der. 8. Kalenderwoche soll die Online-Buchung für diesen Personenkreis freigeschaltet werden. Buchungen sind telefonisch über eine Sonderrufnummer möglich, die auf dem Portal www.brandenburg-impft bekannt gegeben wird.

Beschäftigte in besonderen Berufsgruppen (z.B. Pflege, ambulante Medizin)

AstraZeneca

Benötigen eine Arbeitgeberbescheinigung als Nachweis. Die Terminvermittlung erfolgt über eine Sonderrufnummer.

Ausblick

Modellprojekt Impfungen in Arztpraxen

AstraZenca

Ab Anfang März wird die KVBB im Modellvorhaben zunächst mit 5 Praxen starten und die Zahl dann im Laufe auf gut 50 erhöhen. Geimpft werden soll in den Praxen und bei Hausbesuchen.

Impfungen von Lehrern und Erziehern, falls der Bund die Impfverordnung entsprechend erweitert

AstraZenca

Abhängig von der Bundesentscheidung

Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Terminvergabe

Wie erfahre ich, dass ich einen Termin vereinbaren kann?

Über die berechtigten Personengruppen wird auf www.brandenburg-impft.de sowie in der regionalen Presse informiert.

Wie kann ich einen Termin vereinbaren?

Rufen Sie einfach die kostenfreie Rufnummer 116117 an. Dort werden Sie an das Callcenter für den Impfterminservice im Land Brandenburg vermittelt.

Wie ist der Ablauf, wenn ich die 116117 anrufe?

Wenn Sie einen Impftermin vereinbaren wollen, geben Sie Ihr Bundesland oder die PLZ Ihres Wohnortes in Brandenburg an. Sie werden dann an das Callcenter für den Impfterminservice im Land Brandenburg weitergeleitet.
Hier haben Sie die Möglichkeit sich zu allgemeinen Fragen zum Impfen oder auch Fragen zum Datenschutz zu informieren oder sich direkt mit einem Mitarbeiter zur Bu-chung eines Termins verbinden zu lassen.
Der Mitarbeiter nimmt Ihre Daten, wie z.B. Name, Wohnort, E-Mail und Telefonnummer, auf und bespricht mit Ihnen, an welchen beiden Tagen Sie zur Impfung im nächsterreichbaren geöffneten Impfzentrum kommen können. Auch erhalten Sie weitere Informationen zum Aufklärungsmerkblatt und Anamnesebogen sowie zu den zum Impftermin unbedingt mitzubringenden Unterlagen.

Wird mir der Termin schriftlich bestätigt?

Sie erhalten eine schriftliche Bestätigung über Ihre beiden Impftermine per E-Mail oder Post.

Wenn Terminbestätigungen per Post kommen, ist dann eine Terminvermittlung von heute auf morgen nicht möglich?

Auch kurzfristig kann eine Terminvergabe stattfinden. In diesem Fall müssen Sie sich Ihren Buchungscode notieren und im Impfzentrum vorlegen. Die Mitarbeiter des Callcenters geben Ihnen bei der Terminvereinbarung hierzu konkrete Informationen.

Ist das Callcenter rund um die Uhr besetzt?

Sie erreichen das Callcenter täglich von 8 – 20 Uhr.

Kann ich online Termine buchen?

Momentan können Termine nur über das Callcenter gebucht werden.

Wie viele Callcenter-Agents sind im Einsatz?

Insgesamt können nach jetziger Planung bis zu 150 Mitarbeiter in der Hotline eingesetzt werden. Die Besetzung richtet sich nach der Anrufverteilung über die Wochentage und Tageszeiten.

Was passiert bei besonders hohem Anrufaufkommen?

Bei einem sehr hohen Anrufaufkommen gelangt der Anrufer in eine Warteschleife, in der um etwas Geduld gebeten wird. Jeder Anruf wird beantwortet. Wer nicht warten möchte, sollte versuchen, zu Randzeiten oder auch am Wochenende anzurufen.

Wie stellen Sie sicher, dass Termine nicht doppelt vergeben werden?

Über das eingesetzte Terminbuchungstool kann jeder Termin nur einmal gebucht werden. Doppelbuchungen sind somit ausgeschlossen.

Warum erhalte ich gleich zwei Termine?

Sie benötigen für den einzigen derzeit zugelassenen Impfstoff der Firma Biontech zwei Impfungen, deren Termine immer zusammen gebucht werden. Nur so können wir si-cherstellen, dass der korrekte Zeitabstand zwischen den beiden Impfterminen eingehalten wird und der Impfstoff zur Verfügung steht.

Kann ich für meinen Partner einen Termin mitbuchen?

Sollte Ihr Partner den Termin nicht selbst buchen können, besteht auch für nahe Angehörige die Möglichkeit, die Termine zu vereinbaren. Bitte beachten Sie, dass Sie die vorgeschlagenen Termine auch tatsächlich gegenüber dem Callcenter verbindlich ver-einbaren können und halten Sie die personenbezogenen Daten wie z. B. Name, Adresse, E-Mail bereit.

Was kostet der Anruf?

Der Anruf ist kostenlos.

Die 116117 ist eine bundesweite Rufnummer. Wie wird sichergestellt, dass ich im Brandenburger Callcenter lande?

Über die Angabe Ihres Bundeslandes oder der PLZ Ihres Wohnortes werden Sie automatisch in das Callcenter des Impfterminservice Brandenburg weitergeleitet.

Werden auch Termine für Pflegeheime vereinbart?

Pflegeheimbewohner sollen in ihren Pflegeeinrichtungen geimpft werden, um den Aufwand für die älteren Personen so gering wie möglich zu halten. Hierzu werden mobile Impfteams die Einrichtungen aufsuchen. Eine Impfung in einem Impfzentrum ist daher nicht notwendig.

Was muss ich ins Impfzentrum mitbringen?

Bitte bringen Sie Ihre Terminbestätigung, Ihren Impfpass sowie das Aufklärungsblatt und die Impfeinwilligung, beide unterschrieben, mit. Darüber hinaus ist Ihre Krankenversichertenkarte sehr hilfreich, um ihre persönlichen Daten schnell und einfach zu erfassen. Eine Abrechnung mit der Krankenkasse erfolgt nicht.

© Landkreis Prignitz 


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