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Verordnung des Landkreises Prignitz über
Naturdenkmale im Amtsbereich Groß Pankow |
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Inhalt: |
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§ 1 |
Schutzgegenstand |
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§ 2 |
Schutzzweck |
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§ 3 |
Verbote |
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§ 4 |
Zulässige Handlungen |
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§ 5 |
Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen |
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§ 6 |
Duldungspflicht |
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§ 7 |
Befreiungen |
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§ 8 |
Ordnungswidrigkeiten |
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§ 9 |
In-Kraft-Treten der
Verordnung, Aufheben von Beschlüssen |
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Anlage 1 |
Auflistung
der Naturdenkmale |
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Verordnung des
Landkreises Prignitz über Naturdenkmale im Amtsbereich Groß Pankow |
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Aufgrund § 23 Brandenburgisches
Naturschutzgesetz (BbgNatSchG) vom 25. Juni 1992 (GVBl. I S. 208) in
Verbindung mit § 29 Abs. 2 Nr. 9 der Landkreisordnung (LKrO) vom 15.10.1993
(GVBl. I, S. 433) - in der jeweils geltenden Fassung - wird vom Kreistag
des Landkreises Prignitz mit Beschluss Nr. 389-23/01 vom 08.11.2001 folgende
Verordnung erlassen: |
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§ 1 |
Schutzgegenstand |
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(1) |
Die in der Anlage
1 mit Gemarkung, Flur und Flurstück aufgelisteten Einzelschöpfungen
der Natur im Amtsbereich Groß Pankow werden zum Naturdenkmal erklärt. |
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(2) |
In die Schutzfestsetzung einbezogen
ist ein Umkreis von 2 m von der Außenkante des zu schützenden
Naturdenkmales (geschützter Bereich). Bei Bäumen gilt als Außenkante
die Traufkante (größte Ausdehnung der Krone). |
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(3) |
Die Lage der Naturdenkmale ist in
Übersichtskarten im Maßstab 1 : 10 000 (Anlagen 2*) sowie in
Flurkarten (Anlagen 3*) eingetragen. |
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§ 2 |
Schutzzweck |
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Der Schutzzweck der einzelnen Naturdenkmale
ergibt sich aus der Anlage
1 zu dieser Verordnung. |
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§ 3 |
Verbote |
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(1) |
Vorbehaltlich der nach §
5 dieser Verordnung zulässigen Handlungen sind gemäß
§ 23 Abs. 3 BbgNatSchG
alle Handlungen verboten, die zu einer Beseitigung, Zerstörung, Beschädigung
oder Veränderung des Naturdenkmales oder seiner unmittelbaren Umgebung
führen können. |
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(2) |
Als Beschädigung oder Veränderung
des Naturdenkmals gemäß Absatz 1 gilt insbesondere die mechanische
oder chemische Einwirkung auf das Schutzobjekt. |
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(3) |
Es ist insbesondere verboten am Naturdenkmal
oder im geschützten Bereich: |
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1. |
bauliche Anlagen zu errichten oder wesentlich
zu verändern, auch wenn dies keiner öffentlich-rechtlichen Genehmigung
bedarf; |
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2. |
die Bodengestalt zu verändern, die Böden
zu verfestigen, zu versiegeln oder zu verunreinigen; |
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3. |
die Art oder den Umfang der bisherigen Grundstücksnutzung
zu ändern; |
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4. |
Plakate, Werbeanlagen, Bild- oder Schrifttafeln
aufzustellen oder anzubringen; |
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5. |
Buden, Verkaufsstände, Verkaufswagen oder
Warenautomaten aufzustellen; |
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6. |
Straßen, Wege oder sonstige Verkehrseinrichtungen
anzulegen, Leitungen zu verlegen oder solche Anlagen zu ändern; |
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7. |
Kraftfahrzeuge abzustellen, zu warten oder zu
pflegen; |
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8. |
Be- und Entwässerungsmaßnahmen durchzuführen
oder in anderer Weise den Wasserhaushalt zu ändern; |
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9. |
Schmutzwasser, Gülle, Dünger, Gärfutter
oder Klärschlamm auszubringen, zu lagern oder abzulagern; |
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10. |
Pflanzenschutzmittel oder chemische Holzschutzmittel
anzuwenden; |
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11. |
Abfälle oder sonstige Gegenstände zu
lagern oder abzulagern oder sich ihrer in sonstiger Weise zu entledigen.
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§ 4 |
Zulässige Handlungen |
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Entgegen § 3
dieser Verordnung bleiben zulässig: |
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1. |
die bei In-Kraft-Treten dieser Verordnung
rechtmäßig ausgeübten Nutzungen und Befugnisse in der bisherigen
Art und im bisherigen Umfang; |
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2. |
Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen,
die mit der unteren Naturschutzbehörde oder der von ihr beauftragten
Stelle abgestimmt worden sind; |
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3. |
behördlich angeordnete oder
zugelassene Beschilderung; |
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4. |
Maßnahmen, die zur Wahrung
der Gefahrenabwehr geboten sind. |
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§ 5 |
Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen |
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Eigentümer und Nutzungsberechtigte
haben die auf ihren Grundstücken befindlichen Naturdenkmale zu erhalten,
zu pflegen und schädigende Einwirkungen auf die Naturdenkmale zu unterlassen.
Entstehende Schäden an Bäumen sind fachgerecht zu sanieren. Die
untere Naturschutzbehörde hat die Eigentümer hierbei zu beraten
und zu unterstützen. Sie kann die notwendige Sanierung selbst durchführen,
wenn diese für den Eigentümer oder Nutzungsberechtigten unzumutbar
ist. |
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§ 6 |
Duldungspflicht |
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Nach Maßgabe von § 68
Abs. 1 BbgNatSchG
sind die Eigentümer und Nutzungsberechtigten von Grundstücken,
auf denen sich Naturdenkmale befinden, verpflichtet, Maßnahmen zum
Schutz und zur Pflege des Naturdenkmales zu dulden. |
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§ 7 |
Befreiungen |
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Von den Vorschriften dieser Verordnung
kann die untere Naturschutzbehörde auf Antrag gemäß §
72 BbgNatSchG
Befreiung gewähren. |
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§ 8 |
Ordnungswidrigkeiten |
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(1) |
Ordnungswidrig im Sinne des §
73 Abs. 2 Nr. 2 BbgNatSchG
handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig eine der nach §
3 dieser Verordnung verbotenen Handlungen vornimmt. |
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(2) |
Ordnungswidrigkeiten nach Abs. 1
können gemäß § 74 BbgNatSchG
mit einer Geldbuße bis zu einhunderttausend Deutsche Mark geahndet
werden. |
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§ 9 |
In-Kraft-Treten der
Verordnung, Aufheben von Beschlüssen |
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(1) |
Diese Verordnung tritt am Tage nach
ihrer Verkündung in Kraft.** |
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(2) |
Die die Naturdenkmale des Amtsbereiches
betreffenden Teile des Beschlusses des Kreistages Pritzwalk Nr. 0049 - 13./86
vom 19.06.1986 werden mit dem In-Kraft-Treten der vorliegenden Verordnung
aufgehoben. |
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Anlage
1: |
Auflistung der Naturdenkmale |
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