Ehrenamtler gewürdigt

30.01.2020

Fünf Bürgerpreise beim Neujahrsempfang des Landkreises verliehen

Die Laudatoren und Bürgerpreis-Träger stellen sich zum Abschlussfoto gemeinsam mit dem Kreistagsvorsitzenden Harald Pohle, Landrat Torsten Uhe (v.l.) und Matthias Platzeck, ehemaliger Ministerpräsident (6.v.l.). Foto: Landkreis Prignitzzoom

Sie agieren als Kampfrichte, helfen Flüchtlingen, hier besser anzukommen, schieben Wochenend-Ausbildung im THW, stellen sich bei Wahlen als Helfer zur Verfügung, schreiben seit Jahrzehnten an der Dorfchronik, motivieren junge Menschen beim Sport, bewahren archäologisches Erbe als ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger – kurz: sie machen den  Zusammenhalt in der Gesellschaft viel, viel menschlicher. Auch in diesem Jahr haben der Landkreis und die Sparkasse den Bürgerpreis der Prignitz an verdienstvolle Ehrenamtler verliehen. Mehr als 40 Vorschläge gingen ein. Alle Vorgeschlagenen wurden zum festlichen Neujahrsempfang des Landkreises Prignitz am 29. Januar 2020 in das Wittenberger Kultur- und Festspielhaus eingeladen. „Ohne das uneigennützige Engagement dieser Bürger würden wichtige soziale und kulturelle Angebote in den Städten und Gemeinden nicht funktionieren“, würdigte Landrat Torsten Uhe die Anwesenden stellvertretend für die vielen „Helden des Alltags“ in der Prignitz.

Die Jury der Jugend- und Kulturstiftung hatte die Qual der Wahl und musste sich für fünf Auserwählte entscheiden, was keine leichte Aufgabe war.

Bürgerpreise

Der Bürgerpreis in der Kategorie Alltagshelden ging an Dr. Manfred Tansinne aus Meyenburg.

Dr. Tansinne leitet seit Mitte der 80er Jahre den Kirchenchor in Meyenburg. Er setzt sich für seine Mitmenschen und für christliche Grundwerte ein. Als Chorleiter und Vorstandsmitglied bzw. Mitglied beider Modemuseumsvereine (alter und neuer Verein) wirkt er aktiv im Meyenburger Vereinsleben mit und fördert so die Kunst und das kulturelle Leben in Meyenburg. Durch die Sammlung von Spenden, die er allein durchführte, konnte sich der Modemuseum Schloss Meyenburg e. V. 2016 einen gebrauchten Flügel anschaffen.

In der Kategorie U 25 wurde Olvier Behn aus Perleberg geehrt.

Er war schon als Kind im Jugendrotkreuz des DRK tätig, dann ehrenamtlich in verschiedenen Bereichen der Sondereinsatzgruppe (SEG) Perleberg u. a. als Sanitäter, in der Betreuungs- und Verpflegungseinheit bei Katastrophen, des Weiteren beim Sichern verschiedener Veranstaltungen. Er ist ein sehr engagierter junger Mann, der sich ständig fort- und weiterbilden lässt, ist ein sehr wertvolles Mitglied der DRK-Sondereinsatzgruppe Perleberg und jederzeit für seine Kameraden da.

Die Länderinnen nahmen den Bürgerpreis in der Kategorie Sonderpreis entgegen.

Die Länderinnen sind 15 Frauen aus der Prignitz, die in der Landwirtschaft arbeiten. Sie engagieren sich ehrenamtlich für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum. Kernpunkt ihrer Tätigkeit ist die Vermittlung eines realen Bildes der heutigen Landwirtschaft, Begeisterung von jungen Leuten für den ländlichen Raum und die grünen Berufe. Sie setzen jährlich Akzente für die Prignitzer Landwirtschaft. Zum einen, mit der Aktion "Stiefel statt Pumps" und zum anderen mit der Aktion "Erntedankaktion an den Prignitzer Grundschulen". Hier erhalten mittlerweile 350 Grundschulkinder in den 1. Klassen eine Brotdose mit regionalen Produkten.

Einen weiteren Sonderpreis erhielt Dr. Andreas Draeger.

Eine der wichtigsten Regeln, die ihn durchs Leben leiten, sind die Worte Martin Luthers „Lasset die Worte aufeinanderprallen, aber die Fäuste haltet stille.“ Dr. Andreas Draeger leitet seit 1977 (mit kurzen Unterbrechungen) den Ev. Posaunenchor Perleberg, unterrichtet den Bläsernachwuchs, er bereichert mit zahlreichen Auftritten des Posaunenchores das kulturelle Leben in der Region. Seit dem politischen Umbruch hat sich Dr. Draeger in vielfacher Weise kommunalpolitisch für Perleberg und die Prignitz engagiert. Er hat viele Jahre ehrenamtlich in Gremien der Ev. Kirche, sowohl auf Gemeindeebene als auch auf der Ebene des Kirchenkreises, mitgearbeitet. Dazu zählen beispielsweise zahlreiche Sanierungsprojekte von Dorfkirchen und anderen kirchlichen Gebäuden in unserer Region.  Andere über ihn: "Er ist wohl die Zuverlässigkeit in Person. Er ist immer vorbereitet und brennt für die Dinge, die er tut! Er erwartet dies allerdings auch von allen anderen!"

Für sein Lebenswerk im Sport wurde Hans-Heinrich Schenk ausgezeichnet.

Er hat die Sportgeschichte in der Prignitz maßgeblich mitgeprägt. Seine sportliche Karriere begann als Fußballer, später als Sportlehrer und Kreisturntrat. Er war maßgebend beteiligt an der Mitgestaltung der Neuorganisation des Sports in der Prignitz ab 1990. Mit Unterstützung von Mitstreitern gründete er den Kreissportbundes Prignitz  (1. Vorsitzender bis 2004). Unter seiner Mitwirkung wurde ein Buch über die Wittenberger Sportgeschichte nach dem 2. Weltkrieg herausgegeben. Später widmete er sich dem Gesundheitssport (Herzsport, Sport mit Diabetes, Mittwochsgeher). Heute noch unterstützt er die Vertreter des Kreissportbundes.

An die Ausgezeichneten gingen ein Pokal, eine Urkunde und eine Prämie in Höhe von 500 Euro.

© Landkreis Prignitz 


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