Rumänische „Daker“ Reactman-Gruppe bei der König Hinz-Performance am Königsgrab in Seddin

15.09.2022

König Hinz ist wieder da. Die gleichnamige Performance des Herrschers der Bronzezeit an der Stepenitz, von dem die Überlieferung erzählt, dass er zu jedermann gut und gerecht gewesen sei und bei seinen Untertanen überaus beliebt war, erlebt die kulturelle und künstlerische Wiederauferstehung nach längerer Pause.

Foto: LK Prignitzzoom

Die Gemeinde Groß Pankow (Prignitz) lud mit Unterstützung des Prignitz-Sommers am Samstag, 10. September 2022, an jenen imposanten Grabhügel bei Seddin ein, der für den einst mächtigen bronzezeitlichen König um 820 v.Chr. errichtet wurde. Mit Feuerzeichen, Musik und Tanz wurde das Ritual der Totenfeier des König Hinz stimmungsvoll und lebendig wieder eingefangen.

Das Event startete mit einer Führung rund um den bronzezeitlichen Grabhügel mit rund 10 Metern Höhe und einem Durchmesser von 63 Metern. Es ist das größte bronzezeitliche Grab Deutschlands und mit seinen Inhalten das bedeutendste im nördlichen Europa.  Die originalen Grabbeigaben sind im Märkischen Museum in Berlin ausgestellt. Nachbildungen befinden sich im Museum Perleberg und dem Prignitz-Museum Havelberg.

Die Untere Denkmalbehörde des Landkreises zusammen mit dem Arbeitskreis ZAO – Zeitschätze Prignitz – lud am späten Nachmittag zum Tag der offenen Ausgrabungen ein. Dr. Immo Heske von der Uni Göttingen informierte auf dem Feldgelände vor dem Grabhügel über die Ergebnisse der Ausgrabungen der letzten Jahre und über die aktuelle Grabungskampagne.

Am Abend begann das künstlerische Spektakel. Lurenklänge läuten die Ankunft der Priesterin und ihrer Begleitung ein – eine Reactman Gruppe aus Rumänien. Verkleidet als „Daker“ stellten sie imposante Kämpfe nach und bauten verschiedene Stationen auf, in denen man Schmuck herstellen und Bogen schießen konnte.  Der Kontakt entstand aus dervorhergehenden Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis Prignitz und dem Partnerkreis Alba im Aktionspunkt zu den archäologischen Ausgrabungen in beiden Kreisen.

Gegen 20 Uhr begann das von Jost Löber konzipierte Feuerspektakel. Gemeinsam mit musikalischen Klängen und tänzerischen Darbietungen verbreitete es eine magische und geheimnisvolle Atmosphäre. Für die König Hinz-Performance übernahm Renate Gronewegen die Regie. / Foto: LK Prignitz
Gegen 20 Uhr begann das von Jost Löber konzipierte Feuerspektakel. Gemeinsam mit musikalischen Klängen und tänzerischen Darbietungen verbreitete es eine magische und geheimnisvolle Atmosphäre. Für die König Hinz-Performance übernahm Renate Gronewegen die Regie. / Foto: LK Prignitz

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