16.04.2026
Erweiterungsbau der Albert-Schweitzer-Schule ist offiziell eröffnet
Große, offene Räume. Riesige Fenster, die die Klassenräume mit Tageslicht fluten. Sanfte Grüntöne und speziell präpariertes Moos an den Wänden, das die Raumluft verbessern soll: Der neu errichtete Erweiterungsbau der Albert-Schweitzer-Schule in Wittenberge versetzte am 16. April 2026 die Gäste bei der offiziellen Eröffnung ins pure Staunen.
Und nicht nur bei ihnen war die Begeisterung groß. Seit gut zwei Monaten haben die Schülerinnen und Schüler die neuen Räume bereits für sich erobert und sind happy: „Ich bin beeidruckt. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Vorher war da nichts und plötzlich stand da dieses tolle Haus. Ich möchte mich nochmal für dieses schöne Schulgebäude bedanken“, rang der 14-jährige Cedrik bei der Eröffnung um die passenden Worte.
Schulleitein Ellen Winterfeld unterstützte ihren Schützling: „Es ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Die Schülerinnen und Schüler haben das Gebäude eigentlich von der ersten Sekunde an für sich eingenommen. Überall spürt man ein Gemeinschaftsgefühl, das von den Kindern auch jeden Tag gelebt wird. Es ist alles, was wir uns erträumen konnten. Ich bin allen Beteiligten und allen voran dem Landkreis unendlich dankbar.“
Worte, die auch Landrat Christian Müller berührten. Auch er kam eigens in die Förderschule und überzeugte sich bei einem Rundgang von dem gelungenen Bauvorhaben, in das der Landkreis Prignitz als Bauherr 5,1 Millionen Euro investiert hat. „Mit dem Neubau ist ein modernes, ökologisches Gebäude mit guten Rahmenbedingungen für die Schüler und die pädagogischen Fachkräfte entstanden. Bei meinem Besuch konnte ich einen guten, persönlichen Eindruck von der Lernatmosphäre gewinnen. Beeindruckt haben mich die Worte des 14-jährigen Cedriks und sein Dankeschön“, freute sich Landrat Christian Müller.
Entstanden ist ein moderner Bau, der auch an ökologischen Kriterien ausgerichtet ist, etwa bei der Wahl der einheimischen, nachwachsenden Baustoffe, der Green-Building Fassade und beim Einsatz von Photovoltaik. Das Gebäude ist ebenerdig, lichtdurchflutet und jeder der sechs Klassenräume hat direkten Zugang zur Freifläche. Es ist speziell auf die Bedürfnisse von 60 Schülern mit unterschiedlichen Einschränkungen des Lernverhaltens ausgerichtet. Eine Besonderheit des Neubaus ist die „offene Mitte“: ein einladender und einzigartiger Raum, der für verschiedene Aktivitäten und Aufenthalte genutzt werden kann, etwa für Ausstellungen, Informationsveranstaltungen oder einfach als gemütlicher Pausenraum.
Über Schiebetüren gelangen die Jungen und Mädchen direkt auf die Terrasse und den zukünftig geplanten Spielplatz. Dachfenster und eine große Glasfront mit Schiebetüren fluten die Räume mit natürlichem Licht. Das schafft eine helle und freundliche Atmosphäre und bietet zudem einen schönen Ausblick auf die umliegende Natur. Etwas, wovon sie bereits öfters profitieren konnten. Denn nicht nur die Schülerinnen und Schüler haben sich bereits voll eingelebt: Sie teilen sich den Campus mit „Familie Albert“, einer Feldhasenfamilie, die ab und zu vorbeihoppelt und mit ihrem süßen Aussehen den Tag der Kinder versüßt.
Im April 2024 hatten die Arbeiten an dem Projekt begonnen, das der Kreistag im Jahr 2021 mit seiner Entscheidung auf den Weg gebracht hatte. Hintergrund dafür war, dass der Platz in der Schule aufgrund steigender Schülerzahen nicht mehr ausreichte, obwohl bereits 2018 ein Anbau eröffnet worden war. Nun reicht die Kapazität aus, um bis zu 145 Schülerinnen und Schüler mit ihren speziellen Bedürfnissen beschulen zu können. Seit den Winterferien 2026 konnten die neuen Räumlichkeiten nach und nach bezogen werden.
© Landkreis Prignitz
