23.04.2026
Jugendliche erhielten tiefen Einblicke in die Kreisverwaltung
Wie sieht der Alltag eines Notfallsanitäters aus? Was macht eigentlich der Bereich Kataster in einer Kreisverwaltung? Mit welcher Technik ist der Brand- und Katastrophenschutz ausgerüstet und wie kann der Kinder- und Jugenddienst im Familienalltag unterstützen? All diese und noch viele weitere Fragen wurden beim Zukunftstag am 23. April 2026 ausführlich beantwortet.
Insgesamt 20 Jungen und Mädchen - von der 7. bis zur 9. Klasse - besuchten im Rahmen dieses Tages zur Berufsorientierung die Prignitzer Kreisverwaltung. Empfangen wurden sie von der Ausbildungsleiterin Isabell Becker und vom Ersten Beigeordneten Dr. Daniel Krause-Pongratz. „Wir bieten jedes Jahr 18 bis 20 Plätze im Rahmen des Zukunftstages an. In erster Linie wollen wir natürlich die vielfältigen Aufgabenfelder der Kreisverwaltung vorstellen, in der Hoffnung so den ein oder anderen Jugendlichen für ein Praktikum und langfristig für eine Ausbildung zu gewinnen“, erklärt Isabell Becker. Sie freut sich, dass das Angebot immer wieder auf Interesse zu stoßen scheint: „Wir können jedes Jahr alle Plätze belegen.“
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es für die Jungen und Mädchen auch schon zur Haupt-Rettungswache des Landkreises Prignitz. Hier erhielten sie einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen. Sie hatten die Möglichkeit, einen Rettungswagen von Innen unter die Lupe zu nehmen, auf einer Liege Platz zu nehmen und ihren Blutdruck messen zu lassen.
Währenddessen gaben Notfallsanitäter Matthias Paul und die derzeitigen Auszubildenden zur Notfallsanitäterin Jolina Scherfke, Pia Kaemmerer und Marett-Jordana Mansell einen Einblick in ihren Alltag. Besonders gespannt lauschte die 13-jährige Hannah den Erzählungen. Sie möchte irgendwann selbst als Notfallsanitäterin im Rettungswagen sitzen und Menschen helfen.
Im Anschluss an den Rundgang durch die Wache folgten Vorträge durch Kolleginnen und Kollegen der Bereiche „Kataster und Geoinformation“ und „Kinder- und Jugenddienst“. Der Brand- und Katastrophenschutz fuhr schwere Geschütze auf und präsenterte den Jungen und Mädchen auf dem Hof der Kreisverwaltung einen „Einsatzleitwagen 2“. Hier konnten sich die Jugendlichen den Aufbau einer Fernmeldebetriebsstätte ansehen. Diese dient zur Annahme von Funkspüchen und zur Kommuniation mit der Leitstelle. Auch das mobile Büro des Landrates zur Lagenbesprung in Katastrophenfällen durfte begutachtet werden.
Hintergrund
Der Zukunftstag für Mädchen und Jungen fand am 23. April 2026 im Land Brandenburg zum 24. Mal statt. Er läuft parallel zum bundesweiten „Girls’ und Boys’ Day“ und wird vom Bildungsministerium betreut und finanziert.
© Landkreis Prignitz
