EPS-Luftbekämpfung abgeschlossen, aber Bodenbekämpfung musste unterbrochen werden

22.05.2026

Die diesjährige Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners kommt voran: Die luftgestützten Bekämpfungsmaßnahmen konnten für das laufende Kalenderjahr am Donnerstag, 20. Mai, gegen Mittag abgeschlossen werden.

Die Hubschrauberpiloten machen nun gleich weiter im Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern, wo die EPS-Bekämpfung im Landkreis Ludwigslust-Parchim ansteht.

Felix Wohlgethan, Sachbearbeiter Bevölkerungsschutz und für den Sachbereich Brand- und Katastrophenschutz in der technischen Einsatzleitung tätig, bedankte sich bei allen beteiligten Akteuren ausdrücklich für die hervorragende Zusammenarbeit: „Das hohe Engagement, die professionelle Koordination sowie die konstruktive Unterstützung aller Beteiligten haben maßgeblich zum reibungslosen und sicheren Ablauf dieses Verfahrens beigetragen.“

In einer vom Landkreis Prignitz gemeinsam mit den zuständigen Landesbehörden – dem Landesbetrieb Straßenwesen, dem Landsbetrieb Forst sowie dem Landesamt für Umwelt -, den Kommunen im Kreis und vielen weiteren Akteuren monatelang geplanten Aktion waren aus der Luft landkreisweit auf 610 Hektar Fläche Bäume behandelt worden, um den Eichenprozessionsspinner zu bekämpfen, bevor er für Menschen eine Gefahr darstellt.

Nach einem unerwartet starken Aufkommen im vergangenen Sommer hatte man in diesem Jahr die Bekämpfung weit größer angelegt und erstmals seit fünf Jahren auch wieder einen Hubschrauber zum Einsatz gebracht. Die Luftaktion erfasste Flächen im gesamten Landkreis, wenn auch schwerpunktmäßig entlang der Elbe. Von den drei Startorten Legde, Eldenburg und Reetz aus stieg der Hubschrauber der beauftragten Firma Helixcopter insgesamt für 39 Flüge auf, um Eichenbestände mit einer Lösung aus Wasser und Bekämpfungsmittel zu besprühen.

Neues gibt  es auch von der Bodenbekämpfung. Nachdem diese entlang der Landesstraßen bereits abgeschlossen war, ging es nun entlang der Kreisstraßen, vieler Gemeindestraßen sowie auf kommunalen Flächen weiter. Start war am Donnerstag, 21. Mai, um 8 Uhr in Wittenberge.

Ein Technikausfall beendete nach Angaben von Michael Becker, Sachbereichsleiter Kreisstraßenmeisterei beim Landkreis Prignitz, den ersten Einsatz vorzeitig.

Bis dahin konnten 1670 Bäume behandelt werden, das entspricht etwa 40 Prozent der zu behandelnden Bäume im Stadtgebiet von Wittenberge.

Am Freitag, 22. Mai 2026, werden die Arbeiten im Wittenberger Stadtgebiet mit einem Ersatzfahrzeug fortgesetzt. Sofern diese zügig voran gehen, werden am Freitagnachmittag noch Teile der Flächen im Amt Lenzen-Elbtalaue behandelt. Die betroffenen Kommunen sind über den Ablauf informiert.

Es war bereits klar, dass die Arbeiten nach einer Unterbrechung für das Pfingstwochenende noch in der kommenden Woche fortgesetzt werden müssen. Am Boden werden durch die EPS-Bekämpfung insgesamt 267 Hektar Fläche erfasst.

Die Kreisstraßenmeisterei agiert hierbei mit dem beauftragten Unternehmen SBK Dietrich nicht nur entlang der Straßen in ihrer Trägerschaft, sondern übernimmt die Bekämpfung auch für Gemeindestraßen und -flächen. Seit 2013 koordiniert der Landkreis die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners für seine Kommunen.

© Landkreis Prignitz 


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