27.05.2026
historische Burgruine der von Quitzows in Kletzke soll künftig für Besucherinnen und Besucher erlebbar gemacht werden.
Die historische Burgruine der von Quitzows in Kletzke soll künftig für Besucherinnen und Besucher erlebbar gemacht werden. Gemeinsam mit Brandenburgs Kultur- und Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle informierte sich am 27. Mai 2026 der Prignitzer Landrat Christian Müller vor Ort über mögliche Entwicklungen des Areals und erste Ideen zur touristischen Erschließung.
„Die Burgruine und das Schlossareal in Kletzke sind ein Stück Geschichte unserer Region. Umso wichtiger ist es, diesen besonderen Ort nicht nur zu erhalten, sondern ihn künftig auch stärker für die Öffentlichkeit erlebbar zu machen. Gemeinsam wollen wir unser kulturelles Erbe sichtbar machen und Kletzke damit weiter als attraktiven Ort der Geschichte in der Prignitz stärken“, betonte Landrat Christian Müller.
Geplant ist unter anderem ein jederzeit zugänglicher, touristischer Rundweg über das Areal rund um das Kletzker Schloss. Dieser soll mit mehreren Informations- und Erlebnisstationen gespickt sein. Denkbar wären beispielsweise klassische Informationstafeln, digitale Inhalte per QR-Code oder App sowie moderne Elemente wie Augmented Realitiy.
So sollen Besucherinnen und Besucher die Geschichte des Ortes künftig auf unterschiedliche Weise entdecken können. Gleichzeitig bleit die Sicherung und der Erhalt der Ruine aber ein zentraler Bestandteil des Projektes, erläuterte Gordon Thalmann, Leiter des Bereiches Bildung, Denkmalschutz und Kultur des Landkreises Prignitz.
Derzeit werden Vorstudien vorbereitet und verschiedene Möglichkeiten geprüft, wie einzelne Bereiche der Anlage zugänglicher gemacht werden können. Eine mögliche Umsetzung erfolgt in enger Abstimmung mit den Eigentümern Lutz und Jan Lange, die das ehemalige Sc
Über das Engagement Langes, das in privater Hand liegende Areal neu zu beleben und öffentlich nutzbar machen zu wollen, zeigten sich sowohl Landrat Christian Müller als auch Dr. Manja Schüle sehr erfreut. „Ich bin beeindruckt. Die Prignitz hat etwas, das man nicht kaufen kann: Menschen, die anpacken. Ehrenamtliche, die Denkmäler retten. Jugendliche, die mitmachen. Kommunen, die kreative Kooperationen auf die Beine stellen. […] Das zeigt: Kultur im ländlichen Raum ist keine Kür. Sie ist Heimat. Und diese Heimat stärken wir – mit verlässlicher Partnerschaft, mit konkreten Mitteln, und mit dem klaren Signal: Die Prignitz ist keine Peripherie, sondern genauso im Herzen Brandenburgs wie Potsdam“, so Ministerin Dr. Manja Schüle.
Das Projekt verfolgt dabei mehrere Ziele: Neben dem Erhalt eines historischen Erbes soll Kletzke als weiterer touristischer Ankerpunkt in der Prignitz entwickelt werden. Gleichzeitig spielt das Areal bereits heute eine wichtige Rolle für Forschung, Denkmalpflege und Bildungsarbeit. So arbeiteten unter anderem die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, die Universität Potsdam sowie die „Jungen Archäologen Prignitz“ in der Vergangenheit in Form von verschiedenen Grabungs- und Forschungsprojekten auf dem Areal in Kletzke. Das Projekt gilt inzwischen als beispielhaft dafür, wie wissenschaftliche Arbeit, Denkmalpflege und kulturelle Entwicklung erfolgreich miteinander verbunden werden können.
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