Öko-Modellregion Prignitz-Ruppiner Land ist ELER-Projekt des Monats Mai

29.05.2026

Um mehr lokale Wertschöpfung von Bio-Produkten zu generieren, haben die Initiatoren aus den beiden Landkreisen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin eine gemeinsame Öko-Modellregion (ÖMR) gebildet. Seit 2025 arbeiten hier Akteure aus dem Bio-Sektor zusammen, um nachhaltige Vermarktungsstrukturen und Projekte zu stärken. Die Öko-Modellregionen sind Bestandteil des Öko-Aktionsplanes Brandenburg.

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Die Öko-Modellregion Prignitz-Ruppiner Land konzentriert sich auf die Stärkung der Logistik der bereits regional erzeugten Bio-Produkte. Sie möchte diese Produkte in der Region sichtbarer und verfügbarer machen, statt wie bisher dem Abtransport der Produkte aus Brandenburg zuzuschauen. Ziel ist es, Akteure in der Region zu vernetzen, bio-regionale Wertschöpfungsketten aufzubauen und den Absatz von Produkten zu steigern.

Land- und Ernährungswirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt: „Durch die enge Zusammenarbeit zwischen engagierten Landwirtinnen und Landwirten, Verarbeitungsstrukturen, Handel, Gastronomie und Tourismusverbänden werden durch die Öko-Modellregionen transparente und nachhaltige Wertschöpfungsketten geschaffen. Dies ermöglicht nicht nur eine bessere Vermarktung von regionalen Bio-Produkten, sondern trägt auch zur Entwicklung der ländlichen Regionen bei. Wir können stolz darauf sein und wollen auf die hochwertige regionale Vielfalt und die nachhaltige Produktion in unserem Land aufmerksam machen. Aus diesem Grund ist die die Öko-Modellregion Prignitz-Ruppiner Land unser ELER-Projekt des Monats Mai.“

Die ÖMR Prignitz-Ruppiner Land erstreckt sich in der West-Ost-Ausdehnung über etwa 130 Kilometer von Lenzen an der Elbe bis nach Lindow (Mark) sowie von Norden nach Süden über rund 100 Kilometer von Marienfließ bis Kuhhorst. Hier befinden sich rund 25.000 Hektar Bio-Landwirtschaftsflächen und 150 Betriebe aus Produktion und Dienstleistung in diesem Bereich. Initiatoren der ÖMR sind der Landschaftspflegeverband Prignitz-Ruppiner Land e.V., die Regionalinitiative Prignitz Ruppin e.V. und der Tourismusverband Prignitz e.V.

Obst und Gemüse direkt vom Feld, frische Eier, Honig oder selbst hergestellter Käse, Beeren, Spirituosen, Alpakawolle und Co.: Wer regional und saisonal genießen möchte, sollte unbedingt die Hofläden und Direktvermarkter in der ÖMR Prignitz-Ruppin besuchen. So soll die regionale Versorgung mit Bio-Lebensmitteln verbessert, der Absatz von regionalen Bio-Produkten gestärkt, die Wertschätzung und die Vernetzung lokal ansässiger Akteure der Erzeugung, der Verarbeitung, des Handels und der Gastronomie erhöht werden. Hierzu gehört auch die stärkere Präsenz von Bio-Akteuren in der „RegioApp“ (Regionalinitiative als regionaler Manager der bundesweiten App).

Gefördert wird ein Regionalmanagement zur Prozessbegleitung in der Modellregion, dass eine Zuwendung als Vollfinanzierung in Form eines Zuschusses erhält. Die Höhe beträgt bis zu 100 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben und pro Vorhaben und Jahr maximal 100.000 Euro. Für den Förderzeitraum von 2025 bis 2028 belaufen sich die bewilligten Mittel für das Regionalmanagement zur Prozessbegleitung in der Öko-Modellregion Prignitz-Ruppin auf 358.118 Euro, davon 214.871 Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und 143.247 Euro aus Landesmitteln. Der Förderung lag die Richtlinie des Landwirtschaftsministeriums über die Gewährung von Zuwendungen für die Förderung von Netzwerken, Kooperationen und regionaler Wertschöpfungsketten, Teil C, zugrunde.

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Eine Mitteilung des Ministeriums für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg

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