Spiel, Spaß und Teilhabe: 11. Integrationssportfest in Wittenberge war wieder ein Erfolg

11.09.2026

Bewegung, Begegnung und vor allem ganz viel Spaß: Beim 11. Integrationssportfest wurde das Ernst-Thälmann-Stadion in Wittenberge am 11. September 2026 wieder zu einem Treffpunkt für Menschen mit und ohne Behinderung. Insgesamt 635 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 14 Einrichtungen und Schulen waren der Einladung gefolgt und verbrachten gemeinsam einen sportlichen Tag.

Nach der Eröffnung durch Landrat Christian Müller und Wittenberges Bürgermeister Dr. Oliver Hermann ging es auch direkt athletisch weiter: Sie stellten sich zusammen mit dem neuen Landesbehindertenbeauftragten Norman Asmus der Fußball-Wand. Alle drei präsentierten voller Motivation ihre Talente im Umgang mit dem Ball. Am Ende lag der Sieg aber eindeutig bei Landrat Christian Müller, der mit drei Schüssen eine Punktzahl von 47 erzielen konnte. Norman Asmus erreichte 24 und Dr. Oliver Hermann 7 Punkte. 

Landrat Christian Müller beweist seine Ballkünste an der Fußballwand.zoom
Landrat Christian Müller beweist seine Ballkünste an der Fußballwand.

„Das Integrationssportfest ist für mich jedes Jahr ein besonderer Termin. Wer einmal erlebt hat, mit welcher Begeisterung und welchem Ehrgeiz die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei sind, weiß, warum diese Veranstaltung einen festen Platz in unserem Landkreis verdient. Hier geht es nicht darum, was jemand vielleicht nicht kann, sondern darum, gemeinsam aktiv zu sein, sich etwas zuzutrauen und Spaß an der Bewegung zu haben. Genau diese Haltung wünsche ich mir auch über diesen Tag hinaus. Mein herzlicher Dank gilt allen, die diesen Tag seit elf Jahren mit viel Engagement ermöglichen“, so Landrat Christian Müller.

Landrat Christian Müller und Dr. Oliver Hermann, Bürgermeister der Stadt Wittenberge, eröffneten das 11. Integrationssportfest. zoom
Landrat Christian Müller und Dr. Oliver Hermann, Bürgermeister der Stadt Wittenberge, eröffneten das 11. Integrationssportfest.

Wie wichtig solche Veranstaltungen, Einrichtungen und Interessenvertretungen wie der Kreisbehindertenbeirat sind, zeigt ein Blick auf die Zahlen: Im Landkreis Prignitz gibt es mit Stand vom 31. Dezember 2025 insgesamt 12.475 behinderte und schwerstbehinderte Menschen mit einem festgestellten Grad der Behinderung ab 20 Prozent. (Quelle: Land Brandenburg)

Den größten Teil der Teilnehmenden stellte auch in diesem Jahr die Lebenshilfe: Rund 230 Menschen waren dabei. Weitere 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen von der Albert-Schweitzer-Schule in Wittenberge. Die Förderschule Pritzwalk reiste mit 17, die Förderschule Perleberg mit 12 und die Förderschule Wittenberge mit 35 Teilnehmenden an.

Ebenfalls vertreten waren die CJD-Schule Hoppenrade (18), die Montessori-Grundschule -und Oberschule (110), die Oberschule Wittenberge (26), die AWO mit ihren Einrichtungen (22), die CJD-Wohnstätte Giesensdorf (13), die Lebenshilfe Osterburg (13), die Schwimmgruppe Wittenberge (9) und die Diakonie Karstädt (10). Das Gymnasium Perleberg stellte diesmal 20 Kampfrichter. Auch der Landesbehindertenbeauftragte Normas Asmus mischte sich in Sportkleidung unter die Teilnehmenden und bestritt die ein oder andere sportliche Aktivität.

„Menschen mit Behinderungen brauchen nicht unser Mitgefühl. Sie brauchen Möglichkeiten. Möglichkeiten, sich auszuprobieren, ihre Stärken zu entdecken und als Teil der Gesellschaft dabei zu sein. Das Integrationssportfest schafft genau so einen Raum für Bewegung, Spaß und Gemeinschaft“, fasst Christina Rätke den Kern dieses Tages zusammen. Das Integrationssportfest ist ein Gemeinschaftsprojekt des Landkreises Prignitz, der Lebenshilfe, dem Kreisbehindertenbeirat Prignitz und dem Kreissportbund Prignitz. Die Organisation lag wie in den vergangenen Jahren bei der Gleichstellungs-, Behinderten- und Integrationsbeauftragten Christina Rätke sowie bei Christian Fascher von der Lebenshilfe.

Dr. Oliver Hermann, Christian Fascher, Norman Asmus, Christian Kube, Ingo Jeschke, Landrat Christian Müller, Christina Rätke und Tino Gerloff (v.l.n.r.)zoom
Dr. Oliver Hermann, Christian Fascher, Norman Asmus, Christian Kube, Ingo Jeschke, Landrat Christian Müller, Christina Rätke und Tino Gerloff (v.l.n.r.)

Christina Rätke, Christian Fascher als auch Ingo Jeschke, Vorsitzender des Kreisbehindertenbeirates, wurden im Rahmen der Veranstaltung mit der Ehrennadel Bronze vom Kreissportbund ausgezeichnet. „Alle Drei haben maßgeblich dazu beigetragen, dass sich das gemeinsame Sportfest für Menschen mit und ohne Behinderung seit fast drei Jahrzehnten zu einem festen Bestandteil der sportlichen Landschaft im Landkreis entwickelt hat und dass Inklusion und Integration hier in der Prignitz auch sportlich gelebt wird“, lobte Tino Gerloff, Geschäftsführer des Kreissportbundes Prignitz.

Unterstützung erhielten die beiden Ausgezeichneten auch in diesem Jahr wieder von zahlreichen weiteren Akteuren wie Tino Gerloff und Torsten Gottschalk vom Kreissportbund, den Mitarbeitenden der Lebenshilfe und der Jugendhilfe Nordwestbrandenburg (JNWB), Schulsozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern sowie von Mitgliedern des Kreisbehindertenbeirates. Für das leibliche Wohl sorgten der Eiswagen Hahlweg aus Weisen und das Unternehmen Lucullus.

Ein besonderer Dank gilt außerdem den Sponsoren, ohne die das Integrationssportfest auf diese Art und Weise nicht stattfinden könnte: der Volks- und Raiffeisenbank Prignitz, der Firma Austrotherm, der PVU Perleberg, den Stadtwerken Wittenberge und dem Kreiskrankenhaus Prignitz.

© Landkreis Prignitz 


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