15.10.2026
Wenn nach heftigen Regenfällen Straßen und Kellerräume unter Wasser stehen oder bei einem größeren Brand Löschwasser über weite Strecken transportiert werden muss, ist eine leistungsfähige Technik unabdingbar. Für genau solche Einsatzlagen hat der Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Prignitz nun seine technische Ausstattung aufgerüstet und eine neue Hochleistungspumpe angeschafft.
Die mobile Pumpe der Firma Börger GmbH schafft bis zu 5.000 Liter Wasser pro Minute. Das entspricht rund 300.000 Litern in einer Stunde. Damit können auch bei Hochwasser größere Wassermengen problemlos abgepumpt werden. Die Pumpe ist auf einem Abrollrahmen verbaut, der Transport erfolgt über ein entsprechendes Wechselladerfahrzeug. Die Stromversorgung ist über ein eigenes Dieselstromaggregat mit einer Leistung von 60kVA abgesichert. Dieses kann auch unabhängig von der Pumpe auch universell eingesetzt werden. Finanziert wurde die Anschaffung aus Eigenmitteln des Landkreis Prignitz in einer Höhe von insgesamt über 163.000 Euro.
„Wir können nicht entscheiden, wann und wo das nächste starke Unwetter aufzieht. Aber wir können dafür sorgen, dass unsere Einsatzkräfte möglichst gut darauf vorbereitet sind. Mit dieser Anschaffung haben wir in die Sicherheit der Prignitzer und Prignitzerinnen investiert“, betont Landrat Christian Müller.
Mit der neuen Hochleistungspumpe wurde ein älteres Aggregat ersetzt, das noch aus DDR-Zeiten stammte. „Die bisherige Pumpe hat uns viele Jahre begleitet. Mit der neuen Anlage sind wir aber technisch deutlich besser aufgestellt“, erklärt Marcus Bethmann, Leiter des Brand- und Katastrophenschutzes. „Gerade bei größeren Schadenslagen müssen wir in der Lage sein, schnell eine große Menge an Wasser zu bewegen. Ganz gleich ob wir nach Starkregen überflutete Bereiche leerpumpen oder Löschwasser über längere Strecken befördern müssen – dafür brauchen wir zuverlässige und leistungsfähige Technik. Außerdem können wir mit dieser Pumpe auch verunreinigtes Wasser mit einer Partikelgröße von bis zu 80mm pumpen, was mit den herkömmlichen Feuerwehrpumpen so nicht möglich ist.“
Neben der eigentlichen Pumpe gehören unter anderem auch Saugschläuche, Saugkörbe, Verteiler und Übergangsstücke zur Ausstattung.
© Landkreis Prignitz
